MinorMonday: Sternenbild des kleinen Löwen

Ein ganz seltenes Spektakel war vor allem letzte Woche am Himmel zu beobachten. Der Komet C/2020 F3 – besser bekannt als NEOWISE –  kann seit gewisser Zeit am sternenklaren Nachthimmel beobachtet werden. Eine perfekte Zeit, wie ich finde, sich den unscheinbaren Leo Minor genauer anzuschauen. Leider haben mir die Wolken vergangenen Samstag einen Strich durch die Rechnung gemacht, als sich Komet und Sternenbild sehr nah waren. Aber wofür gibt es hochmoderne Sky Maps als Apps! Wenn Sie einen kleinen Ausflug in die Astronomie wagen wollen und sehen wollen, wie der Kleine Löwe mit NEOWISE spielt, lege ich Ihnen den heutigen #MinorMonday sehr ans Herz.

Wo und wann der Leo Minor zu finden ist

Das Sternbild Kleiner Löwe liegt zwischen dem Sternbild des Großen Löwen (Leo oder Leo Major) und dem Großen Bären (Ursa Major). In den meisten Sternkarten wird das Sternbild des Kleinen Löwen mit zwei oder drei durch Linien verbundenen Sternen dargestellt. Obwohl er eher klein und unscheinbar ist, weist der Kleine Löwe doch eine Besonderheit auf. Er besitzt keinen Alpha-Stern, weil dieser vom Astronomen Francis Baily bei der Zuordnung der griechischen Buchstaben vergessen wurde. Das Sternenbild ist leider nicht so einfach zu sehen, weil es von sehr hellen Sternbildern umgeben ist und zudem nur einen Stern hat, der heller als 4mag ist.

In Mitteleuropa sehen wir ihn gut im Frühjahr, denn dann steht er ziemlich hoch am Himmel. Weil die Sicht am Samstag leider aufgrund sehr vieler Wolken verdeckt war, konnte ich das Sternenbild glücklicherweise dank Sky Map Apps trotzdem „sehen“. Bei der Verortung hab ich dann eine komische Entdeckung gemacht: Es sieht ein bisschen so aus, als würde der Kleine Löwe mit NEOWISE wie mit einem Ball spielen.

Das Sternbild wurde erst 1687 von Johannis Hevelius erstmals erwähnt. Da es den Kleinen Löwen in der Antike noch nicht gab, ranken sich um ihn auch kaum Legenden und sagen.

Warum die Lichtverschmutzung ein unterschätztes Risiko für Mensch und Umwelt ist

In der Stadt ärgere ich mich seither um die Lichtverschmutzung – wohl ein Preis den mein Stadtleben so fordert. Umso mehr genieße ich es, wenn ich mal wieder in die Heimat fahre und den (relativ) reinen Sternenhimmel genießen kann.

Mal abgesehen von meinen First World Problem, wenn ich die Sterne manchmal nicht richtig sehen kann, sind die Auswirkungen der Lichtverschmutzung auf uns Menschen leider auch recht unscheinbar, aber für die Umwelt umso gravierender. Damit ich den Rahmen nicht sprenge, verweise ich hier mal ein paar hilfreiche und gute Quellen zum Thema:

https://www.bund-sh.de/stadtnatur/lichtverschmutzung/
https://www.ndr.de/nachrichten/info/Lichtverschmutzung-Folgen-fuer-Umwelt-und-Gesundheit,lichtverschmutzung102.html

https://www.spektrum.de/lexikon/biologie-kompakt/lichtverschmutzung-und-ihre-fatalen-folgen-fuer-tiere/7024

Meine Empfehlung: Sternegucken lohnt sich immer! Manchmal haben die Sternenbilder sogar so schöne Namen, dass man sie als Markennamen gut verwenden kann! 🙂

Sie haben frischen Wind bekommen?

Perfekt! Dann schreiben Sie mir und wir realisieren gemeinsam Ihre Ideen.

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